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Radtour Frühjahr 2017

Chemnitz – Plzen – Nürnberg

 

 

Strecke:    Falkenau – Cerveni Hradek

Datum:     23. April 2017

Distanz:    84 km

 

Das ist unser Blick aus dem Hotelfenster in Falkenau ins Flöhatal. Es ist diesig und die Temperatur liegt gerade mal bei 3°C. Es ist ein ruhiger Sonntagmorgen und vorerst führt unser Weg an der Flöha entlang.

In Falkenau kommen wir an einem großen Industriegebäude vorbei; das mal für die Textilproduktion genutzt worden ist.  Aber die Zeiten sind vorüber und der Komplex liegt ungenutzt und dem Verfall ausgesetzt an dem Flöhaufer.

Es geht durch ein waldreiches Gebiet. Das Flöhatal muss mal ein Gebiet mit hoher Industrialisierung von 100 Jahren gewesen sein. Alle paar hundert Meter passieren wir Mühlengebäude, und wo möglich, ist der Fluss angestaut worden, um das Wasser mit Gefälle in Mühlenbächen den Mühlen zuzuführen. Aber die meisten Industriegebäude liegen brach, werden nicht mehr genutzt und sind dem Verfall ausgesetzt.

 

An dem Fluss verläuft auch die Flöhabahn, deren Brückenbauwerke, wie hier das Viadukt bei Hetzdorf, wir immer wieder passieren. Das Flusstal ist auf dem Abschnitt recht schmal; teilweise säumen Felsformationen das Ufer.

In Hohenfichte überqueren wir die Holzbrücke, und dann geht es weiter durch das Flöhatal. Bis Rauenstein geht es moderat bergan; um immer wieder voran an historische Gebäuden und Mühlen, die einen morbiden Charme verbreiten.

 

Der Flöharadweg ist auf Nebenstraßen und Waldwegen ausgewiesen.

Bis zur Saidenbachtalsperre geht es im Wesentlichen nur entsprechend des Flussniveaus bergan. Dort geht es aber auf dem Waldweg zum ersten Mal bergan. Danach geht’s wieder zur Flöha bergab.

Im Obernhau findet man Drechselbetriebe, die die typischen Erzgebirgsfiguren und Räuchermännchen herstellen.

In einem italienischen Restaurant gibt es ein Mittagessen mit preisgünstiger Pasta.

Als wir wieder losfahren, kommen wir in ein Schneetreiben. Es geht nochmal heftig bergan bis Deutschkatharinenberg. Hier im Grenzbereich ist die Zeit stehen geblieben und hier endete einst die Eisenbahnlinie.

Danach passieren wird zum zweiten Mal die Grenze nach Tschechien. Die Häuser sehen etwas anders aus; viel ist verfallen und es wurde häufig an den Gebäuden improvisiert mit Materialien, die gerade zur Verfügung gestanden haben.

 

Der höchste Punkt liegt bei 748 m, und es folgt eine Abfahrt mit einem Höhenunterschied von 400 m. Von oben kann man an der Stelle das tschechische Tal überblicken und man sieht schon mehrere Kraftwerke und Kühltürme. Die Abfahrt geht durch ein Waldgebiet. Zwischendurch muss ich mich wärmer anziehen und die langen Handschuhe überstreifen. Wir erreichen bei dem Ort Horni Jeritin das Tal und es geht am Rand des Erzgebirgzuges in westliche Richtung.

Die Sitten in Tschechien sind auch anders als bei uns und das Auto wird etwas intensiver beladen.

Erst ist alles normal; dann folgt ein ganz heftiger Anstieg zu dem Schloss Jerezi. Werner fängt schon an zu jaulen; aber es wurde danach noch viel schlimmer.

 

 

Das gesamte Tal ist durch den Braunkohletagebau zerpflügt und das Abbaugebiet dehnt sich bis zu den Berghängen aus. So ist auch die Straße dem Bergbau zum Opfer gefallen. Es gibt hier wirklich nur den Radweg Nr. 3108, um weiter zu kommen.

Hier noch ein Blick über das Braunkohletagebaugebiet.

Mit Schieben und  Geländeradfahren erreichen wir schließlich wieder einen befestigten Weg.

Wir erreichen die Mittelstadt Jirkov, an der Hauptstraße dominieren bunt gestrichene Plattenbauten. Es ist mittlerweile 18 Uhr und wir entscheiden, jetzt eine Herberge suchen.

Wir nehmen das Schloss in Cerveny Hradek in dem wir schöne Zimmer in dem historischen Gebäude nehmen.

Die Küche hat noch auf, so dass wir gestärkt sind.

Dann entdeckt Heinz noch den Wellness-Bereich. Zuerst gibt es einen Saunagang und ein Entspannen im whirl pool. Und danach musste ich noch den Tagebericht erstellen.. der jetzt fertig ist.

Der Rest der Runde widmet sich hingegen weiterhin der kollektiven Entschleunigung.